Kaiser KA9018/FM40 80 Kanal
Der Giftzwerg - nun doppelt giftig
Kurze Beschreibung, wie das geht.
Immer das selbe
Wieder ein schönes Gerät, was man nicht auf allen Kanälen nutzen kann.
Hier möchte ich dem geneigten Leser kurz erläutern, wie man es erreichen kann, das Gerät auf die 80 Kanäle zu bringen. Grundwissen zum Abgleich eines Funkgerätes sollte vorhanden sein.
Das Modul
Auch hier kommt ein Modul hinein, welches den PLL IC ersetzt und schon im Umbau der 9015/40 erklärt ist. Diese Module gibt es bei Gerhard Maurer.
Um es kurz zu erwähnen: Dieses Modul wird anstelle des LC7131 eingebaut. Beschreibungen der Module gibt es auf Gerhards Seiten.
Wichtig: Das Molex-Kabel vor dem Einbau am Modul anschließen. Es könnte sonst schwierig werden den Stecker aufzusetzen weil der kleine Schirmblech-Kasten im Wege ist.
Was wir tun müssen
Hier gehört das Modülchen hin. Wenn der LC7131 ausgelötet wurde, bitte die Löcher auf 0,8mm aufbohren, sonst passen die Pins des Modülchens nicht hindurch. Und auch auf die "wierumizität" achten. Also, in welche Richtung die Steckverbinder schauen. So wie auf dem Bild muss das aussehen.
Blöder Quarz
Der Quarz interferiert mit einem der Steckverbinder.
Entfernen
Deswegen den Steckverbinder, den wir ohnehin nicht benötigen, entfernen. Dann ist Platz genug. Bitte Gerhard beim Bestellen des Moduls das gleich mitteilen, dann kommt das Modul ohne den Verbinder.
Der Referenzoszillator
Der Referenzoszillator muss modifiziert werden. Nicht lange nachdenken, einfach den 33pF Kondensator ausbauen und an dessen Stelle einen 20pF einsetzen.
Array
Von unten an die Pins des Moduls, wie auf dem Bild ein 6-Fach 10kΩ Widerstand-Array ansetzen. An dem Pin, wo der Knotenpunkt des Arrays ist (Marke mit weissem Punkt) werden die 3 Pins links davon auch noch verlötet. Diese 4 nun miteinander verlöteten Pins werden mit Masse verbunden. Das geht schön mit einem Drähtchen zu dem Schirmblech hin.
Fräsarbeiten
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1000 Ohm
Nun muss noch ein 1KΩ Widerstand appliziert werden. Ganz genau da, wie auf dem Bild zu sehen. Der linke Pin bleibt zunächst noch offen.
Draht ab... für AM-FM überall
Genau. Und zwar der Braune hier muss ausgelötet werden.
Und da anlöten
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Mit der Maus auf das Bild fahren, um zu zoomen. |
Nun ist das Zwergelein frei für alle Kanäle AM und FM.
Dioden und Verdrahtung
Nun müssen vier Dioden 1N4148 installiert werden. Danach, wenn die Dioden platziert sind, das Modul mit der Platine verdrahten. Um das aber besser zu verdeutlichen, bitte die folgenden Grafiken beachten.
Bei den Modulen ist immer ein vierpoliges Molex Kabel bei. Dieses wird am Modul aufgesteckt.
Blau sind die Masseverbindungen. Die dicken roten Balken sind die Unterbrechungen. So wie eingezeichnet müssen die Dioden angeklemmt werden. In den orangefabenen Ellipsen werden die entsprechend gefärbten Leitungen angeschlossen. Da, wo die rote Leitung angeschlossen wird, treffen sich auch noch zwei Dioden, und der 1K Widerstand [Punkt Q].
Der Pfeil zeigt zum Punkt "Q" und muss mit dem auf dem "Q" des oberen Bildes verbunden werden.
Fertig
Jetzt ist es geschafft. Gerät bitte einschalten und schauen, ob die Kanäle 1-80 angezeigt werden.
Abgleich
Den Abgleich möchte ich nicht von Grund auf erklären.
Ich setze voraus, das Begriffe wie Abstimmspannungen, Bandbreiten und Oberwellen bekannt -, sowie die entsprechenden Meßgeräte vorhanden sind.
Der erste Schritt ist, den Referenz-Oszillator genau auf 10,240 MHz einzustellen, denn der stimmt nun unter Garantie nicht mehr.
Und wie bei jedem Funkgerät muss nun der Empfänger und der Sender etwas breitbandiger abgestimmt werden.
Im Laufe der Zeit habe ich etliche Giftzwerge umgerüstet. Im Gegensatz zur KE9015/40 gibt es hier nur geringe Datenstreuungen. Ein Gerät ist wie das andere. Eine war sogar so gut, das sie keinen Abgleich benötigte. Dennoch unbedingt testen, ob sie auch auf dem Kanal empfängt, wo sie sendet. Das können die Kaisers nämlich alle ganz gut und einen zum Narren halten.
Der Job ist getan. Viel Spaß mit dem Giftzwerg. Das ist ein kleines, richtig gutes Funkgerät.













